Beim Smashing Magazine gibt es (mal wieder) einen tollen Artikel, diesmal über Firmen-Websites. Über einige Dinge sollte man mal nachdenken. Den Artikel gibt es hier.

Kurz zusammengefasst:

  1. Man brauche eine eigene Abteilung für die Internetseite
  2. Eine Internetseite ist ein Vollzeitjob und man macht das nicht mal eben nebenher
  3. Die Seite in einem bestimmten Rhythmus immer komplett neu zu erstellen ist blödsinn. Man verbrennt damit einfach nur jede Menge Geld.
  4. Eine Internetseite kann nicht jedem gefallen
  5. Mit Social Networking verbrennt man meistens Geld. Statt sinnlos Firmenvideos bei Youtube hochzuladen oder einen Firmen-Blog zu führen, sollte man lieber die eigenen Angestellten ermutigen, in solchen Netzwerken aktiv zu sein. In sozialen Netzwerken will man Kontakte zu Menschen finden, nicht zu Marken.
  6. Eine Internetseite ist nicht für einen selbst. Eigentlich ein Paradebeispiel für Fehler im Internet. Ein gutes Design wird abgelehnt, weil der Chef “kein Grün mag”. Oder der Text auf der Seite ist voll mit Abkürzungen, die niemand außerhalb des Unternehmens kennt.
  7. Degradiere einen Webdesigner nicht zum Pixelschubser. Designer haben wahnsinnig viel Erfahrung und Wissen über das Internet und die Art, wie Menschen es nutzen. Von Designtechniken, Rastern, Weißraum, Farbenlehre und so weiter garnicht zu sprechen. Um ein wirklich gutes Ergebnis zu erhalten, muss man Designer mit Problemen konfrontieren, nicht mit Lösungen. Sie werden fast immer eine bessere Lösung finden wie die, die man selbst im Kopf hatte. Hat der Designer eine Website für Teenager-Mädchen blau gestaltet, sagen sie ihm nicht “mach sie pink”, sondern erklären sie ihm einfach, dass die Farbe möglicherweise nicht zur Zielgruppe passt.
  8. Wenn viele Personen über Design und Funktion entscheiden, ist das der sichere Tod. Das Ergebnis ist dann ein einziger Kompromiss, der versucht jedem zu gefallen und vieles kann, aber nichts richtig.
  9. Ein CMS (Content Management System) ist nicht die Lösung aller Probleme. Nur weil damit fast jeder eine Internetseite bearbeiten könnte heißt das noch lange nicht, dass der Inhalt auch aktuell gehalten wird oder qualitativ hochwertig ist. Spezielle Funktionen mögen auch kompliziert zu bedienen sein, und eine neue Idee ist damit vielleicht garnicht umzusetzen.
  10. Zu viel Inhalt. Wenn sich eine Internetseite über die Jahre entwickelt, sammelt sich ein unglaublicher Ballast an einzelnen Seiten an. Das können durchaus 5-stellige Zahlen sein! Steve Krug schreibe dazu in seinem Buch “Don’t Make Me Think”: “Schmeiß die Hälfte an Wörtern von der Seite, dann schmeiß die Hälfte von dem raus, was noch übrig ist”. Aus Benutzersicht würde ich sagen: “Sag mir einfach wie spät es ist und erkläre mir nicht, wie ein Uhrwerk funktioniert”.